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newsletter 6.2012

 

newsletter 5.2012

 

Türkei auf Solarkurs

 

Das türkische Energieministerium hat 27 Provinzen als Vorranggebiete für die Expansion von photovoltaischen Solaranlagen ausgewiesen. Geplant ist der Aufbau von insgesamt 600 MW Kapazitäten.

 

Trotz der aktuell relativ niedrigen Einspesevergütung von ca 10 cent / KWh rechnet das Ministerium im Bereich erneuerbarer Energien mit einem Anteil von 30% an der Stromversorgung bis 2023

 

 

newsletter 5.2011

 

tetrateam newsletter 4.2011

 

tetrateam newsletter 3.2011

 

Wieviel Atom (ver)steckt in deinem Geld?

 

Das wahre Ausmaß des atomaren Desasters in Fukushima wird für Öffentlichkeit wohl noch lange nicht erkennbar sein. Trotzdem hat diese Katastrophe wachgerüttelt, denn sie zeigt, dass das sogenannte Restrisiko der vermeintlich billigen Atomenergie kostspielig ist. Für die Menschen, für die Umwelt und auch für AnlegerInnen, die ihr Geld atomnahen Banken und Versicherungen anvertraut haben.

 

Viele haben nun nach dem Motto Atomausstieg selber machen bereits die Stromanbieter gewechselt. In Geldanlagen bei Banken und Versicherungen ist aber auch bei aufgeklärten Menschen noch viel "Atom versteckt".

 

Kostenloser Versicherungs- und Anlagecheck

 

 

In einem kompakten Versicherungs- und Anlagecheck zeigen wir auf, welche Anlagen unter dem Aspekt der Förderung von Atomenergie problematisch sind und wo auch in vermeintlich nachhaltigen Fonds "atomarer Restmüll" schlummert. Diese Analyse ist kostenlos. Als Gegenleistung wünschen wir uns eine ehrliche Bewertung unserer Arbeit auf einem Internet-Portal, die etwa 5 Minuten in Anspruch nimmt.

 

 

Von der Analyse zum Geld-Anlagen-Wechsel 

 

Wer auf der Basis eines individuell erstellten Anlageprofils eine nachhaltige Geldanlage anstrebt, kann uns mit der Erarbeitung von Anlageempfehlungen beauftragen. Die Abrechnung kann nach Wunsch auf Honorar- oder Provisionsbasis erfolgen. Für BerufsanfängerInnen und Geringverdienende bieten wir rabattierte Kostensätze an.

 

Zeit, die Geldanlagen selbst in die Hand zu nehmen!

 

Oliver:       6110188-12

Martin:       6110188-18

 

Garantiezins sinkt - und nun?

 

Das Bundesfinanzministerium hat die zum Jahreswechsel angekündigte Änderung der Deckungsrückstellungs-verordnung bestätigt. Zum 1. Januar 2012 greift somit für neue Rentenversicherungen mit garantierter Mindest-leistung die Herabsetzung des Höchstrechnungszinses (sogenannter Garantiezins) auf 1,75 Prozent. Das Ministerium verweist auf die weiter gefallene Umlaufrendite öffentlicher Anleihen, auf deren Basis die Festsetzung gemäß Versicherungsaufsichtsgesetz erfolgen muss. Maßgebend ist dabei der Mittelwert der Renditen von Euro-Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren.

 

Der Dachverband der Versicherungswirtschaft GDV kritisierte zwar die drastische und kurzfristige Senkung, die vor allem Produkte mit Zinsgarantien deutlich unattraktiver macht. Um die langfristigen Verpflichtungen bestehender Garantien einzuhalten spricht angesichts des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes jedoch alles  für eine zumindest moderate Senkung des Rechnungszinses.

Die Senkung findet ihre Entsprechung in einer weltweit abflachenden realwirtschaftlichen Entwicklung, die mit „Peakoil" in Zusammenhang steht. Materielles Wachstum auf breiter Front, wie wir es in den letzten Jahrzehnten gekannt haben wird endgültig der Vergangenheit angehören. Nun schlägt die Stunde des qualitativen Wachstums, das nur noch einige Regionen und Wirtschaftssektoren umfasst.

 

Was tun?

 

Unabhängig von der Verzinsung bleiben kapitalgedeckte Rentenversicherungen wichtige Bausteine der Altersversorgung, denn das umlagefinanzierte gesetzliche Rentensystem wird angesichts wachsender Staatsverschuldung auch kaum leistungsfähiger werden.

 

Wer sich nicht auf allgemeine Garantien verlassen will und auf nachhaltige Wertschöpfung setzt kommt allerdings kaum noch an Produkten vorbei, die eine Anlage der Sparbeträge in Nachhaltigkeits-Fonds ermöglichen.

 

Es gibt auch solide Gesellschaften, die eine Mischung aus Garantieleistung und Fondsanlage bieten. Besonders große Auswahl an nachhaltig gemanagten Fonds bietet die Skandia - wenn auf eine konventionelle Garantiemodelle verzichtet werden kann.

 

Darüber hinaus sollten Anlagen in produktive Sachwerte stärker als Teil der Altersversorgung ins Auge gefasst werden. Eine eigene oder gemeinschaftlich genutzte Immobilie kann, muss aber angesichts der damit verbundenen Nachteile (große Kapitalbindung, langfristige Verbindlichkeiten) nicht immer die beste Lösung sein.

 

Als Ergänzung bieten sich Direktbeteiligungen an, die sich auch auf der Basis von kleinen regelmäßigen Beträgen besparen lassen. Möglich ist das bereits im Rahmen von „Baum-Sparverträgen" und bei Zweitmarkt-Beteiligungen im Bereich erneuerbarer Energien. Ab 1.000.- € werden auch Einmalanlagen angeboten. Bei sogenannten "Kurzläufern" oft ohne zusätzliche Ausgabegebühren.

 

Nachhaltige Geldanlagen auf neuem Rekordstand in Deutschland

 

Nach einem Bericht des Online-Portals ecoreporter.de haben nachhaltige Fonds im vergangen Jahr einen neuen Höchststand erreicht.  Insgesamt haben Anlegerinnen und Anleger 32,42 Mrd € bis zum Jahreswechsel investiert, wie die Marktuntersuchung von ECOreporter ergab.

 

Ein Jahr zuvor hatte das Volumen noch bei 30,08 Milliarden Euro gelegen. Mittlerweile können Interessierte zwischen 304 in Deutschland zugelassenen Fonds aus den Bereichen Nachhaltigkeit, Ethik und Erneuerbare Energie auswählen. Ende 2009 waren es erst 279 dieser Fonds. Zu den Fonds zählen Aktien-, Renten-, Misch- und Dachfonds, Mikrofinanzfonds und ETFs.

 

Der beste aller nachhaltigen Fonds war 2010 ein Aktienfonds, der ein Plus von 38,2 Prozent verbuchte. Die ECOreporter-Untersuchung zeigt weitere 161 nachhaltige Aktienfonds, die positiv liefen. Nur 6 der Aktienfonds verloren an Wert - wobei der Verlust mäßig war und maximal 2,3 Prozent betrug. Der beste nachhaltige Mischfonds legte 26,3 Prozent zu, der beste nachhaltige Rentenfonds 18,5 Prozent.

 

ECOreporter untersucht den Markt der nachhaltigen Geldanlage seit 1997 kontinuierlich. Damals gab es nur zwölf nachhaltige Fonds mit insgesamt lediglich 220 Millionen Euro Volumen.

 

Garantiezins soll auf 1,75 Prozent sinken

 

 

Das Bundesfinanzministerium will für Neuverträge, die vom 1. Juli 2011 an abgeschlossen werden, den Rechnungszinssatz (sogenannter Garantiezins) von derzeit 2,25 Prozent auf 1,75 Prozent senken - früher und stärker, als bisher erwartet. Zuletzt war der Zinssatz im Jahr 2007 abgesenkt worden.

 

 

 

Experten hatten frühestens für 2012 eine Anpassung erwartet. Nachdem in den letzten Monaten die Umlaufrendite für 10-jährige Staatsanleihen wieder gestiegen war sah der Branchenverband der Versicherungswirtschaft GDV für eine Ãnderung des Zinses in 2011 keinen Anlass. Auch die Deutsche Aktuarvereinigung, in der die Mathematiker der Versicherungen vertreten sind, hatte vorgeschlagen, den Zins 2011 unverändert zu lassen.

 

Der Vorschlag des Bundesfinanzministeriums soll nun mit allen Beteiligten abgestimmt werden. Die Versicherer stehen derzeit unter starkem Druck, im anhaltenden Zinstief ausreichende Erträge für die Policen zu erwirtschaften. Eine Absenkung des Garantiezinses würde dem zwar Rechnung tragen, gleichzeitig aber klassische Rentenversicherungen deutlich unattraktiver machen. Sollte die Entscheidung wie geplant durchgeführt werden ist mit einem Nachfrageschub im 2. Quartal 2011 zu rechnen.

 

Vor übereilten Torschlussentscheidungen ist allerdings zu warnen. Wer Interesse am Abschluss einer privaten oder staatlich geförderten Rente hat sollte sich genügend Zeit nehmen, um sich einen Überblick über den Markt zu verschaffen und sich vor allem unabhängig von Banken und Versicherungen beraten zu lassen. Versteckte Kosten schlagen sich oft nicht in der Garantieleistung sondern in schwachen Überschüssen nieder. In 2011 schwanken die laufenden Gesamtverzinsungen bei den Gesellschaften zwischen 3,4% und 4,8%. Es macht deshalb keinen Sinn, nur auf die Garantieleistung zu achten.

 

tetrateam informiert - Ausgabe 4-2010

Vorsorge und Vermögen im grünen Bereich

 

Themen: 

  • Mikrofinanzinstitute: Aus der Traum?
  • Energie aus Wind, Sonne und Wasser als Sparplan
  • Süße Rendite mit fairem Kakao-Anbau
  • Riester-Zulagen nicht verschenken
  • Kinderabsicherung in Grün

Bitte nutzt zur Bestellung das Bestellformular oder schickt uns eine Mail an: info@tetrateam.de

 

Verbraucherinnen entscheiden über Qualität der Beratung

 

Das Verbrauchermagazin „Guter Rat" veröffentlicht am 11. November die Liste mit den besten 250 Beratern in Deutschland. Grundlage für das Ranking waren ausschließlich die Kundenbewertungen auf WhoFinance.

 

Wir sind froh, dass auch wir es in das aktuelle Ranking von Guter Rat und WhoFinance geschafft haben und im Heft Nummer 12/2010 aufgeführt werden. Vielen Dank an alle, die uns bisher ihr Vertrauen geschenkt haben und durch ihre Bewertung auf whofinance dazu beitrugen.

 

Deutliche Zunahme nachhaltig orientierter Anlagen

 

Eine aktuelle Studie der Europäischen Forums für Nachhaltiges Investment (EuroSIF) kommt auf der Basis einer umfassenden Befragung von Vermögensverwaltungen  zu dem Ergebnis, dass das Volumen der nachhaltigen Geldanlagen in Europa seit der letzten Erhebung vor zwei Jahren von 2,7 auf fünf Billionen Euro angestiegen ist. Das entspricht einem eindrucksvollen Wachstum von 87 Prozent.

 

Institutionelle Investoren bleiben mit einem Anteil von 92 Prozent die wichtigste Antriebskraft im nachhaltigen Anlagemarkt in Europa. Daran konnte auch die Tatsache nichts ändern, dass der Anteil der Privatinvestoren seit 2008 leicht angestiegen ist - vor allem in Österreich, Belgien, Frankreich und Deutschland.

 

Es zeichnet sich eine deutliche Verschiebung der Gewichtung von Anlageklassen ab. Früher wurde der Markt von Aktieninvestments dominiert. Aktien bilden mittlerweile jedoch nur noch etwa ein Drittel des Anlagevolumens. Festverzinsliche Wertpapiere  und defensive Mischfonds stellen also mittlerweile die wichtigsten Anlageklassen im nachhaltigen Segment dar.   Auch Mikrofinanzprodukte finden zunehmend das Interesse bei nachhaltigen Investoren. EuroSIF prognostiziert in diesem Bereich eine weitere deutliche Zunahme.

 

 

Die beeindruckenden Zahlen sind allerdings mit Vorsicht zu genießen. Core-SRI-Investments, also Anlagen mit einem systematischen nachhaltigen Managementansatz machen nur etwa 10% des Gesamtvolumens an nachhaltig orientierten Anlagen aus. Bei den meisten Anlageformen handelt es sich um Fonds oder Portfoios, die keine strengen Auswahlkriterien anlegen oder sich auf nur wenige Parameter beschränken.

 

Mikrofinanztitel stehen mittlerweile unter starker Beobachtung, seit sich Negativberichte zu Armutsfallen durch Mikrokredite häufen. Obgleich diese stark zu einer wirtschaftlichen Entwicklung in benachteiligten Ländern und Regionen beitragen gelten Mikrokredite längst nicht mehr per se als nachhaltig. Hier beginnt die Diskussion um Qualitätskriterien gerade erst.

 

 

Volksbegehren "Unser Wasser": Der Countdown läuft

 

Noch knapp einen Monat Zeit und das Volkebegeheen geht in seine entscheidende Runde. Wird es gelingen die notwendige Anzahl der Stimmen zu erreichen, um einen Volksentscheid herbeizuführen, der per Gesetz die Offenlegung der Geheimverträge zur Teilprivatisierung der Berliner Wasserwerke erreichen soll?

 

Am 27. September 2010 hat der Berliner Wassertisch der Landeswahlleiterin weitere 28.100 Unterschriften übergeben. Damit hat sich die Zahl der gesammelten Unterschriften auf 105.000 erhöht. Hinzu kommen die in den Bürgerämtern abgegebenen Unterschriften, deren Zahl bislang noch unbekannt ist.

 

Bis zum 27. Oktober 2010 sind insgesamt 172.000 Unterschriften erforderlich, um die zweite Stufe des Volksbegehrens zum Erfolg zu führen. Jetzt gilt es noch einmal alle Sammlerinnen und Sammler zu aktivieren. Auch das tetrateam unterstützt die Bemühungen und hat seit Anfang Juli  bereits mehr als 700 Unterschriften für das Volksbegehren gesammelt.

 

Unterschriftenlisten können unter:

http://berliner-wassertisch.net/assets/formulare/Wasser_Volksbegehren_Unterschriftsliste.pdf 

heruntergeladen werden

 

 

Unabhängige Berater können weiterhin geschlossene Fonds vermitteln

 

 

 

Die umstrittene Regulierung geschlossener Fonds, welche zur Vermittlung eine Zulassung nach dem Kreditwesengesetz verlangt hätte ist vom Tisch.  Darauf verständigten sich Bundesfinanzministerium und das Bundeswirtschaftsministerium. Der Vertrieb geschlossener Fonds wie Waldfonds, Windpark- oder Solarparkbeteiligungen bleiben weiterhin der Gewerbeaufsicht unterstellt und werden analog zur Versicherungsvermittlung mit strengeren Vertriebsauflagen versehen.

 

 

 

Eine erste Fassung des neuen Anlegerschutzgesetzes hätte von Vermittlern in Zukunft eine für kleine Büros unerschwingliche Lizenz als Finanzdienstleistungsinstitut nach dem Kreditwesengesetz oder eine Anbindung an ein Haftungsdach erforderlich gemacht. Das hätte sowohl die Produktvielfalt als auch die Anzahl der möglichen Vermittlungsstellen drastisch eingeschränkt und insbesondere im Bereich nachhaltiger Beteiligungen zu einer massiven Verdrängung kleinerer Anbieter geführt.

 

Die Vermittlung geschlossener Fonds soll nun stattdessen, wie von den Verbänden der Finanzdienstleister gefordert über die Gewerbeordnung erfolgen. Die bislang schwachen Vertriebsvorgaben werden allerdings kräftig nachgebessert.

 

Ein Sachkundenachweis, eine Berufshaftpflichtversicherung, und umfangreiche Informations- Beratungs- und  Dokumentationspflichten werden nun Pflicht. Der Anlegerschutz wird damit gegenüber der bisherigen Praxis deutlich verbessert. Diese Regulierung über die Gewerbeordnung ist allerdings deutlich unbürokratischer und kostengünstiger als die ursprünglich geplante Form. Neben den großen Verbänden hatten auch viele auf nachhaltige Anlagemöglichkeiten spezialisierte kleine Büros und EinzelberaterInnen sich für diese Lösung eingesetzt, die vermutlich im Laufe des kommenden Jahres in Kraft tritt.

 

Bob Geldof plant Private Equity Fonds für Afrika

 

Wie "Financial Times" berichtet, versucht der für sein Engagement bekannte Rockstar 1 Mrd US$ für den geplanten Fonds 8 Miles zu sammeln. Zwei Zusagen gibt es bereits: Die African Development Bank und die Weltbank-Tochter International Finance Corporation haben ihm jeweils 50 Millionen Dollar zugesichert

 

Geldof, der 1985 mit Live Aid das größte Benefiz-Rockkonzert der Geschichte organisierte, will seine Kontakte nutzen, um Mittel einzutreiben und Deals einzufädeln. Anlegen können dabei allerdings nur institutionelle Investoren.

 

Das Fondsmanagment soll Mark Florman übernehmen. Er wird das Fondsvermögen in 20 Projekte aus den Bereichen Agrarbusiness, Finanzdienstleistungen und Kommunikation investieren.

 

Die Schattenseiten des Goldes

 

Seit Jahrtausenden wird Gold abgebaut. Aber was macht Gold so begehrenswert? Es sind außergewöhnliche Merkmale:  Der Glanz, die Formbarkeit,  die hohe Dichte,  das  begrenzte Vorkommen und die Wertbeständigkeit. Seit Beginn der Wirtschaftskrise ist der Goldpreis rasant nach oben geklettert. Gold erscheint vielen Anlegerinnen und Anlgeren nun als attraktive Alternative in unsicheren Zeiten.

 

Spekulation auf weitere Kurssteigerungen treibt allerdings auch hier die Preise und Wertschöpfung wird durch Gold schon gar nicht betrieben.

 

Außerdem gibt es auch unter Nachaltigkeitsaspekten problematische Seiten. Goldminen zählen nach wie vor zu den menschenunwürdigsten  Arbeitsplätzen. Menschen in den goldabbauenden Ländern werden eher ausgebeutet, als dass sie vom Goldabbau zumindest für Ihren Einsatz, das Risiko und die schwere Arbeit einen entsprechenden Anteil erhalten.

 

Das kanadische Unternehmen Barrick Gold Corporation, Goldförderer Nummer Eins, ist bei zahlreichen Bergbauprojekten für Menschenrechtsverletzungen bekannt geworden. In vielen Minen herrschen menschenunwürdige Zustände und ungenügende Sicherheitsstandards. Jedes Jahr gibt es hunderte Tote.

 

Um Gold von Gestein zu trennen, wird noch immer hochgiftiges Zyanid (Blausäure) und Quecksilber verwendet. Die Entsorgung erfolgt in den seltensten Fällen umweltschonend. Die Folge:  Der Giftcocktail landet in Flüssen und Meeren. Fische nehmen das Quecksilber auf. Dadurch gelangt es in die Nahrungskette.

 

Im rumänischen Baia Mare wurden vor zehn Jahren durch einen Dammbruch mehr als 100 000 Tonnen schwermetallhaltige Zyanidlauge in die Theiß geschwemmt, welche alles Leben im Fluss zerstörte. Nun plant ein kanadisch-rumänisches Konsortium in Rumänien die größte Goldmine Europas - basierend auf Zyanid-Technologie wieder in Betrieb zu nehmen.

 

Die Gewinner sind die Produzenten, Händler und jene, welche es sich leisten können, Gold als Vorrat zu horten. Lässt sich das mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit vereinbaren? 

 

Aktuelle Initiativen der EU könnten zwar dazu führen, zumindest die Verwendung von Zyanid zur Goldgewinnung in Europa zu verbieten. Eine südamerikanische Initiative schloss sich dem Zyanid-Verbot an. Auch aus den USA kommt überraschende Unterstützung. Rund 60 namhafte Juweliere verpflichten sich, Gold nur noch aus "sauberen Quellen" zu beziehen.

 
Die Chancen, Gold auch für jene, welche es sich nicht leisten können, aber im Abbauprozess integriert sind, einen menschenwürdigen Anteil zukommen zu lassen und umweltrelevante Voraussetzungen zu schaffen, nehmen also zu. Wer konsequent nachhaltig investieren will, sollte physisches Gold allerdings einstweilen meiden, denn der Glanz des Goldes hat einen hohen Preis - nicht nur aktuell an der Börse.

 

Fair-Handels-Branche boomt - Verbraucher vertrauen auf faire Produkte

Wie das Forum Fairer Handel mitteilt, greifen Deutsche Verbraucher beim Einkauf immer öfter auf fair gehandelte Produkte zu. 2009 gaben sie insgesamt 322 Mio. Euro dafür aus - mehr als jemals zuvor. Dies entspricht einer Steigerung von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einer Verdreifachung innerhalb der letzten 5 Jahre. Der Faire Handel boomt.

www.forum-fairer-handel.de

 

 

Die Zukunft fliegt solar

 

 

 

 

 

Einen neuen Rekord im solaren Dauerfliegen hat der  Luftfahrtpionier Bertrand Piccard aufgestellt: Sein Solarflugzeug "Solar Impulse" ist 26 Stunden in der Luft geblieben. Jetzt will er mit "Solar Impulse" den Atlantik überqueren.

 

Während des Tages wurden die Batterien im Fliegen aufgeladen; der Strom brachte das Flugzeug sicher durch die Nacht. Er hätte sogar noch für weitere sechs Stunden gereicht, erklärte Piccard.

 

Die "Solar Impulse" hat eine Spannweite von 80 Metern - so viel wie eine Boeing 747. Mit 1.600 Kilogramm wiegt sie aber gerade einmal so viel wie ein Kleinwagen. Bis zu 8.700 Meter hoch kann sie fliegen. Für Antriebskraft sorgen 12.000 Silizium-Zellen auf den Flügeln.

 

Nun will Piccard sein nächstes Ziel angehen: Die Überquerung des Atlantiks. Der Rekordflug ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Welt langfristig auch im Luftverkehr ohne fossile Brennstoffe auskommen kann.

 

Das wäre ein Segen für das Klima: Ein Benzin-Flug produziert pro Kilometer rund 20 mal mehr CO2-Emissionen als eine Busfahrt und 50 mal so viel wie eine Schiffsreise.

 

Auf dem Wasser ist das solare Zeitalter schon weiter fortgeschritten: Die erste solarelektrische Atlantiküberquerung liegt schon einige Jahre zurück.

 

Wieviel BP kommt noch?

 

 

Zur Ausbeutung der letzten fossilen Rohstoffreserven gehen transnationale Konzerne auf Kosten von Mensch und Umwelt immer höhere Risiken ein. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Branchenstudie der Ratingagentur oekom research. Die Ratingagentur hat die 27 größten börsennotierten Unternehmen der Branche untersucht.

 

Zwar sind bei vielen Unternehmen Bemühungen hinsichtlich von Umwelt- und Sozialstandards zu erkennen. Im Wettlauf um die letzten Quellen agieren die Konzerne aber nur zögerlich in Sachen Nachhaltigkeit. Der wichtigste Schritt in Richtung Nachhaltigkeit sei deshalb die Abkehr vom fossilen Zeitalter.

 

Weiter

 

2:0 für verantwortungsvolle Unternehmensführung

 

Im direkten Unternehmensvergleich zeigt sich oft am besten der Mehrwert ökologisch und sozial verantwortungsvoller Unternehmensführung.

 

Beispiel Drogeriemärkte

 

Während der durch Produktmängel, Lohndumping, illegale Mitarbeiterüberwachung und Betrug in die Schlagzeilen geratenen Drogeriekette „Schlecker„ die Kunden weglaufen, können sich die „dm„-Drogeriemärkte eines kontinuierlichen Wachstums erfreuen. Im vergangenen Jahr hat „dm„ -. mittlerweile mehrfach für Qualität der Produkte und faire Arbeitsbedingungen ausgezeichnet - den ehemaligen Marktführer Schlecker im Umsatz bereits abgehängt.

 

Für unverantwortliches Umwelt- und Sicherheitsmanagement abgestraft wurde dagegen der Erdölmulti BP. Während die Höhe der Kosten zur Bekämpfung der Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko noch unklar ist, lässt sich der Verlust für BP-Aktionäre bereits beziffern: Das Unternehmen verlor innerhalb von 6 Wochen 40% seines Börsenwert, das sind 80 Mrd US$!

 

2:0 für verantwortungsvolle Unternehmensführung und gute Nachrichten für nachhaltige Geldanlagen, meint

 

das tetrateam

 

Freie Berater müssen Provisionen nicht offenlegen - Wir tun es trotzdem!

 

 

Am 15. April 2010 entschied der Bundesgerichtshof, dass freie Anlageberater ihre Vermittlungsprovisionen gegenüber Kunden nicht offenlegen müssen. 

 

Dies wird vom BGH damit begründet, dass der Anleger bei einer Kapitalanlageberatung durch einen freien Anlageberater - im Gegensatz zu einem angestellten Bankberater - damit rechnen muss, dass der Berater von der kapitalsuchenden Anlagegesellschaft "Vertriebsprovisionen" erhält.

 

 

Wenn der Berater mit der Beratung sein Geld verdienen muss, könne nicht angenommen werden, er würde diese Leistungen insgesamt kostenlos erbringen. Der BGH lehnt deshalb eine Pflicht des Beraters zur ungefragten Offenlegung von Provisionssätzen der von ihm empfohlenen Anlagen ab.

 

Zitat: "Von einem Anlageberater kann nicht verlangt werden, dass er seinen Kunden ohne Anlass oder Nachfrage über die Höhe gegebenenfalls sämtlicher Provisionen für die Vermittlung der in seinem Beratungsprogramm enthaltende Anlagen aufklärt."Der Kunde kann zwar fragen, der Berater muss ihm aber nicht antworten.

 

Muss er nicht - kann er aber und wir meinen: im Sinne von Transparenz sollte der Berater/die Beraterin auch offenlegen mit welcher Provision er/sie jeweils rechnen kann, um eventuelle Interessenskonflikte nicht zu verschleiern.

 

Wir sind sogar noch einen Schritt weiter gegangen: Nicht nur, dass wir in Vergütungstabellen veröffentlichen, welche Provisionssätze jeder Berater bei uns erhält. Wir haben darüber hinaus nach Produktgruppen standardisierte Provisionssätze festgelegt, die unabhängig von der Provisionszahlung der Anbieter gelten. Auf Beraterseite wird eine Empfehlungs-Steuerung durch unterschiedliche Provisionssätze der Anbieter dadurch von vornherein ausgeschlossen.

 

Bei der Festlegung der Provisionssätze haben wir uns von langjährigen Erfahrungen mit dem jeweils durchschnittlichen Beratungsaufwand leiten lassen. Für Produkte mit einem hohen Erklärungsbedarf - wie unternehmerische Kommanditbeteiligungen - gelten deshalb höhere Sätze als beispielsweise für klassische Rentenversicherungen. Bei der Auswahl der jeweiligen Anbieter spielen allerdings nur qualitative Aspekte eine Rolle.

 

Gerade in Krisenzeiten sollten Beraterinnen und Berater alles unternehmen, was einer vertrauensvollen Zusammenarbeit dienlich ist.

 

Neu denken in der Krise

ökofinanz-21 will sich zur Qualitätsmarke für nachhaltige Vermögensberatung entwickeln

Am 6. und 7. Mai trafen sich unabhängige Berater, Makler und Vermittler zum Frühjahrs-Workshop 'Neu denken in der Krise' in Düsseldorf. "Wir spüren einen neuen Aufbruch," erklärt Ingo Scheulen, Vorsitzender von ökofinanz-21 e.V. "Neue Mitglieder, Arbeit an konkreten Themenfeldern und die positive Stimmung bei allen TeilnehmerInnen machen Mut."


Der Wunsch nach anderen, zukunftsfähigen Lösungen im Umgang mit Geld sei durch die Finanzkrise enorm gewachsen. Noch gebe es zu wenige Beraterinnen und Berater, die diese Nachfrage auch bedienen können, konstatiert Jürgen Döppeler, stellvertretender Vorsitzender.

"In unserem Netzwerk sammeln wir die Kernkompetenzen für nachhaltige Vermögens- und Vorsorgeberatung." An der Schnittstelle zwischen Verbrauchern und Akteuren in der Finanzwelt wolle man in beide Richtungen agieren:

"Zum einen bieten wir unseren KundInnen und MandantInnen eine unabhängige Beratung, passend für deren individuelle Wünsche und Bedürfnisse. Anders als andere fragen wir danach, wie wichtig ihnen ethische, soziale und ökologische Werte sind. Zweitens suchen wir den Dialog mit den Anbietern von Finanzprodukten, damit Gesichtspunkte für eine nachhaltige Entwicklung künftig mehr und mehr beachtet werden", so Döppeler weiter.

Der Impuls-Vortrag des ehemaligen Bankdirektors Hans Joachim Schwabe befasste sich mit der Frage, welche Lehren aus der aktuellen Krise zu ziehen sind. Er zeigte auf, das die Deregulierung der Finanzmärkte in den letzten zwei Jahrzehnten die Eskapaden an den Finanzmärkten erst richtig bescheunigt hat. Unter anderem fordert er eine strikte Trennung von Bank- und Kreditwesen vom Investmentbanking, wie sie in den USA angepackt werde.

Bestimmte Finanzprodukte wie Derivate müssten international verboten werden, weil sie die Märkte destabilisieren. Die Entwicklung der letzten Jahre erfordere es darüber hinaus, ganz grundsätzlich neu nachzudenken. Das Dogma vom ewigen Wachstum, ohne den es keinen Fortschritt geben könne, müsse in Frage gestellt werden. Die Wirtschaft (und damit auch die Finanzbranche) diene dazu, die Bedürfnisse aller Menschen zu befriedigen. Dies müsse wieder obenan gestellt werden, wenn auch die folgenden Generationen auf dem Globus dauerhaft und in Frieden leben sollen.

In mehreren Arbeitsgruppen wurden Eckpunkte zu den Themen Altersvorsorge, börsenorientierte Anlagen und Direktinvestments diskutiert. Dieser Diskurs werde in den nächsten Wochen fortgesetzt. Auf dem Herbstworkshop am 28./29.10.2010 in Leipzig sollen die Ergebnisse zusammengeführt werden mit dem Ziel, einen Katalog von Mindeststandards für die Beratung bei Mitgliedern von ökofinanz-21 zu formulieren. Diese Debatte werde verknüpft mit der von ökofinanz-21 initiierten Projektgruppe im "Forum Nachhaltige Geldanlagen e.V.".

 

Wir feiern - feiern Sie mit!

 

Zum Jahreswechsel fassten wir den Entschluss, unsere jahrelange fachliche und freundschaftliche Verbundenheit mit einer gemeinsamen Firmengründung zu besiegeln.

 

tetrateam steht seither für den Versuch, nachhaltige Finanzberatung noch ein wenig transparenter und vielseitiger zu gestalten.

 

Einige von Ihnen haben unsere neue Bürogemeinschaft bereits in der Praxis erlebt. Viele haben uns nach der Lösung von versiko und plansecur die Treue gehalten. Dafür wollen wir uns ganz herzlich bedanken.

 

Nachden die ersten organisatorischen und technischen Hürden überwunden sind, die uns in den ersten Wochen in Anspruch genommen haben, wollen wir die Gelegenheit nutzen, das gemeinsam mit allen, die sich mit uns und unseren nachhaltigen Ideen verbunden fühlen am

 

5. Mai 2010 ab 17 Uhr

 

in unseren gemeinsamen Büroräumen in der Solmsstraße 22 zu feiern.

 

Das Duo Dada-Tango wird aufspielen und wir laden Sie ein, bei rustikalem Biobuffet, Sekt und Selter an anregendem Austausch unter Freundinnen und Freunden nachhaltiger Finanzkonzepte teilzuhaben.

 

Eine kurze Präsentation zum Potenzial nachhaltiger Immobilien im Vergleich zu anderen nachhaltigen Anlageklassen wird vielleicht die ein oder andere interessante Inspiration geben.

 

Vor allen aber freuen wir uns darauf, alte Bekannte wieder zu sehen, bestehende ‚Netzwerke' zu stärken und allen die Möglichkeit zu geben, auch neue Freundschaften zu knüpfen.

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen und bitten Sie um eine kurze Rückmeldung, damit wir besser planen können!

 

Bis dahin herzliche Grüße aus der Solmsstraße

 

Ihr tetrateam: Martin Blaczejewski, Oliver Ginsberg & Manfred Jörger

 

Antiatomkette: Ein großer Erfolg

 

120.000 Menschen haben am Samstag, den 24. April die längste Anti-Atom-Aktion aller Zeiten entstehen lassen: Auf 120 Kilometer Länge wurde eine Menschenkette für den Atomausstieg gebildet - vom Pannenreaktor Krümmel über Hamburg bis zum störanfälligen AKW Brunsbüttel. tetrateam war dabei und unterstützte die Aktion mit 10 Busfahrkarten.

 

kurzer Filmbericht

 

Generation U30 setzt auf Nachhaltigkeit

 

 

Nachhaltigkeit steht bei der jüngeren Generation hoch im Kurs. Fast die Hälfte der Unter-30-Jährigen legt bei der Geldanlage Wert auf Umweltfreundlichkeit und soziale Gerechtigkeit - und ist bereit, dafür auf einen Teil der Gewinne zu verzichten.

 

Dies ergab eine Studie zu nachhaltigen Geldanlagen, die im Auftrag von Union Investment durchgeführt wurde. Bei den Älteren hingegen ist das Bewusstsein für ökologische und soziale Verantwortung weniger stark ausgeprägt.

 

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Schutz durch Nutzung

Wie nachhaltiges Investment den Regenwald schützt und für Gewinn mit Sinn sorgt

 

den Regenwald im Amazonas schützen, Brandrodungen verhindern, dadurch das globale Klima stabilisieren und dabei auch noch gutes Geld verdienen?

 

Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Dennoch gibt es Anlagekonzepte, die genau das ermöglichen. Wir möchten alle Interessierten einladen, im Rahmen eines Abendseminars am

 

7. April 2010, 19:00 Uhr  im  Palisa.de / Umspannwerk Ost

Palisadenstraße 48 unterm Dach, 10243 Berlin  

 

ein Beispiel dafür kennen zu lernen.

 

Vor wenigen Jahren hat die brasilianische Regierung ein Gesetz in Kraft gesetzt, um ökologische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung im Amazonasgebiet auf einen Nenner zu bringen. Seitdem werden unter strengen Auflagen Konzessionen zur nachhaltigen Bewirtschaftung von Waldflächen vergeben.

 

Die behutsame Bewirtschaftung in Verbindung mit Wiederaufforstungen könnte das erreichen, was reinem Naturschutz bisher kaum gelungen ist: einen zerstörerischen Trend umkehren, indem für Tausende von Menschen eine wirtschaftliche Existenzperspektive jenseits von Brandrodung und Raubbau geschaffen wird.

 

In einem spannenden Vortrag wird uns Stefan Parey von Aquila Capital dieses größte Naturschutzprojekt der Erde vorstellen und erklären, warum das auch eine interessante Kapitalanlage darstellt.

 

Bei einem Imbiss wird die Gelegenheit für Fragen sein. Wir freuen uns auf anregende Gespräche und bitten um Anmeldung bis zum 31. März.

 

Bundesumweltministerium will nachhaltige Finanzberatung voranbringen

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Von den rund vier Billionen Euro privaten Sparvermögens der Deutschen sind nur ein bis zwei Prozent in nachhaltigen Investments gebunden. Viel zu wenig, findet das Bundesumweltministerium (BMU), und will jetzt Abhilfe schaffen. Das berichtet heute das Versicherungsjournal.

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Die Überlegung ist ebenso einfach wie genial: Allein die Sparleistung der Deutschen eines Jahres in Höhe von 400 Milliarden Euro würde ausreichen, um die Umweltziele der kommenden zehn Jahre - notwendige Gebäude-Sanierungen, neue Umwelttechnologien in der Industrie und der Umbau im Energie-System - finanziell zu stemmen.

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Diese Rechnung machte Dr. Patrick Graichen, Referatsleiter im BMU, am Montag während einer Podiumsdiskussion in Berlin auf. Anlass war eine Aktionswoche des BMU zum Thema „Klima und Finanzen".

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Betriebliche Altersvorsorge wird grün

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Nachhaltige Geldanlagen werden zukünftig in der betrieblichen Altersvorsorge (bAV) eine große Rolle spielen, wie die Zeitschrift „Das Investment" berichtet. Experten gehen davon aus, dass Pensionsfonds unter dem Druck der öffentlichen Meinung immer mehr Geld in ökologisch und sozial verantwortungsbewusste Unternehmen anlegen werden.

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Dies geht aus einer Umfrage hervor, die Allianz Global Investors zusammen mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung durchgeführt hat. Dabei wurden 216 Experten aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Schweiz und den Niederlanden über die Zukunft der bAV befragt.

 


60 Prozent der befragten Experten gehen davon aus, dass Pensionsfonds zukünftig bei ihren Anlageentscheidungen die sozialen Kriterien stärker berücksichtigen werden. Dabei stellten die Forscher jedoch große regionale Unterschiede fest. Während fast 90 Prozent der Befragten in Frankreich, 80 Prozent in den Niederlanden und 63 Prozent in Italien von dieser Entwicklung ausgehen, sind die Befragten in Deutschland (54 Prozent) und in der Schweiz (46 Prozent) etwas weniger optimistisch. Mit weniger als einem Drittel fällt die Zustimmung zu der These in Großbritannien am geringsten aus.

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Die empathische Zivilisation

 

Wenn wir uns die angeborene Gabe der Empathie zunutze machen, um eine neue globale Ethik auf diesem Planeten zu entwickeln - dann können wir das alte Menschenbild ebenso überwinden wie das Zeitalter der nationalen Markt- und Regierungssysteme.

 

 

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Auf der ganzen Welt hat eine junge Generation zu verstehen begonnen, dass ihr täglicher Verbrauch von Energie und anderen Ressourcen unmittelbare Auswirkungen auf das Leben jedes anderen Menschen und jedes anderen Erdbewohners besitzt. Diese junge Generation überwindet die Grenzen religiöser und nationalstaatlicher Gemeinschaften und identifiziert sich mit der Menschheit und dem irdischen Leben im Ganzen. Eine empathische Zivilisation entsteht.

 

 

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Die Frage ist nur: Wird sie schnell genug wachsen, um jene Bedrohung abzuwenden, die noch aus dem vergangenen Zeitalter der fossilen Energiegewinnung herrührt - das Menetekel des Klimakollaps? In einem bemerkenswerten Essay, das die Berliner Zeitung veröffentlichte, zeichnet Jeremy Rifkin schlüssig sozialkulturelle, technische und wirtschaftliche Entwicklungen nach und kommt zu einem hoffnungsvollen Schluss ohne einer naiven Zukunftsgläubigkeit zu erliegen.

 

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Marktentwicklung Nachhaltige Investmentfonds

 

 

 

 

 

 

 

 

Zum 31.12.2009 waren nach Informationen des Sustainable Business Institute (SBI) insgesamt 313 nachhaltige Publikumsfonds im deutsprachigen Raum zugelassen

 

 

 

 

 

 

31 Fonds mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 790 Millionen Euro wurden neu aufgelegt. Insgesamt waren zum 31.12.2009 die 313 Fonds mit einer Summe von circa 30 Milliarden Euro investiert.

 

 

 

 

Damit hat sich der Wachstumstrend des Angebots der Investition in Nachhaltige Geldanlagen weiter fortgesetzt. Ende 2008 waren erst 274 Nachhaltige Publikumsfonds registriert. 

 

 

 

 

Qualitativ Neues hat sich allerdings nur im Bereich der Immobilienfonds getan.

 

 

Pramerica Real Estate Investors hat beispielsweise den TMW Immobilien Weltfonds strategisch neu ausgerichtet: Bei allen Anlageentscheidungen werde Nachhaltigkeit beachtet,sowohl beim Objektportfolio als auch bei der Anlage der Liquidität, heißt es.

 

 

Da grüne Gebäude noch Mangelware sind, geht der Fonds jedoch einen Kompromissweg: Er kann neue Objekte vorrangig unter ökonomischen Vorzeichen erwerben, sofern er ihre ökologische Weiterentwicklung sichert. Nicht sanierbare Objekte werden nach und nach abgestoßen.

 

Warum klimabewusst anlegen?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Stürme, Hochwasser, Hitzewellen - der Klimawandel mit seinen bedrohlichen Folgen, wie Trinkwasser- und Nahrungsmittelknappheit, Entwaldung, Wüstenbildung und Überschwemmungen, Verlust der biologischen Vielfalt und Verschärfung wirtschaftlicher Ungleichgewichte, bestimmt nicht nur immer häufiger die Schlagzeilen in den Gazetten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Mittlerweile ist der Kampf gegen die Folgen der globalen Erderwärmung Top-Thema der Weltpolitik. Denn die sich abzeichnenden dramatischen Folgen des Klimawandels beeinflussen nicht nur die Lebens- und Umweltbedingungen weltweit. Nach dem Report des britischen Ökonomen Sir Nicholas Stern hat der Treibhauseffekt auch bittere ökonomische Folgen: Bei ungebremster Erderwärmung könnte die weltweite Wirtschaftskraft um rund 5,5 Billionen Euro oder 20 Prozent des globalen Wachstums sinken. Das unterstreicht die Bedeutung aller Maßnahmen zum Klimaschutz.

 

 

 

 

 

Der Preis, den die Weltwirtschaft durch den zunehmenden Klimawandel zu tragen hat, wird ungleich höher sein als die notwendigen Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen. Und nur eine gesunde Umwelt ist langfristig Grundlage für wirtschaftlichen Erfolg.

 

 

In einer  neuen Broschüre informiert der Bundesverband der Verbraucherzentralen umfassend über Möglichkeiten auch bei der Geldanlage klimabewusst zu handeln.

 

Geld zurück!

 

Der Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers war Auslöser der noch andauernden Finanzkrise in deren Entwicklung auch deutsche Landesbanken ins Straucheln kamen. In unerwarteter Eile wurden weltweit Billionen Dollar mobilisiert um den System-Kollaps zu verhindern.

 

Mittlerweile ist die Ausschüttung üppiger Boni wieder an der Tagesordnung, dabei ist die Krise noch keineswegs überstanden. Deshalb hat die Amerikanische Regierung angekündigt eine sogenannte "financial crisis responsibility fee" einzuführen. Große Bankhäuser sollen über zehn Jahre mit 0,15% der Aktiva belastet werden - insoweit es sich um high risk assets handelt.

 

Und was macht die Bundesregierung, um wieder an das Geld zu kommen? Ein Kommentar von Ingo Scheulen (ökofinanz-21)

 

 

Fliegen geht nicht nachhaltig

 

Vielleicht liegt es daran, dass viele Klimaaktive selber auch viel fliegen. Jedenfalls wird das Thema Flugverkehr regelmäßig weitgehend aus der Klimadebatte ausgeblendet. Das versucht die in England ansässige Organisation "plane stupid" durch spektakuläre Aktionen und Internet-Videos zu ändern.

 

"Es gibt schließlich nur eine Alternative zum klimaschädlichen Fliegen: gar nicht fliegen!" Kein Biosprit, keine Wind- oder Sonnenenergie stehen als Alternativen bereit.  Graham Thompson, 36, einer der drei Gründer der Anti-Flug-Initiative bringt es auf den Punkt: "Fliegen geht nicht umweltfreundlich". Manche Flüge mögen unvermeidlich sein. Regelmäßige Wochenendtrips nach Barcelona oder Istanbul aber seien einfach nicht in Ordnung.

 

Drei zentrale Forderungen hat die Initiative formuliert und richtet sich damit vor allem an den Gesetzgeber. Ein Verbot von Kurzstreckenflügen unter 500 Kilometern, Ausbaustopp von Start- und Landebahnen und ein generelles Werbeverbot für Flugreisen.

 

Videoclip auf Youtube 

 

Zentral oder dezentral?

 

 

Wie sieht die Zukunft der Energieversorgung aus? Zentral oder dezentral? Und wie ist das mit dem Projekt Desertec? Während Mitglieder des Club of Rome und seit kurzem auch greenpeace energy für einen massiven Ausbau der Solarkapazitäten in der Wüste plädieren, treten Euro-Solar und das ebenfalls renommierte Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie für eine Stärkung dezentraler Versorgungsstrukturen in Deutschland ein.

 

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Das gewonnene Jahrzehnt

 

 

Nach dem gescheiterten Klimagipfel in Kopenhagen am Ende des vergangenen Jahres sprachen viele vom "verlorenen Jahrzehnt". Tatsächlich geht es in den nächsten Jahren darum, nicht nur die Belastungen sondern auch die enormen Chancen für Unternehmen zu sehen, durch sparsame Verwendung von Ressourcen und Energie Wettbewerbsvorteile zu erzielen und wachsende Umsätze durch Produkte, Technologien und Dienstleistungen zu erzielen, die benötigt werden um unsere Gesellschaft im Sinne der Nachhaltigkeit umzugestalten.

 

 

 

 

Wir sind überzeugt, dass die Orientierung von Unternehmen und Investments in Richtung Nachhaltigkeit alternativlos ist und dass solchen Unternehmen, die sich strategisch nachhaltig positionieren anstatt nur "Greenwashing" zu betreiben im 21. Jahrhundert eine Blütezeit bevorsteht. Die zehn wichtigsten Erkenntnisse zum nachhaltigen Investment:

 

 

 

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newsletter 1.2013

 

Nettoverzinsung, RfB-Quote, Bewertungsreserven... kaum jemand versteht, auf welcher Basis die Ratings verschiedener Rentenversicherungen zustande kommen. Aber wer will sich schon auf eine Blackbox verlassen - und wie kommt es, dass die Ratings zwar oft auf ähnlichen Kennzahlen basieren, aber zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen?

 

In unserem Artikel "Kennzahlen verstehen" haben wir die wichtigsten Kennzahlen verständlich dargestellt, auf die wir bei unserer Bewertung der Gesellschaften zurückgreifen und wie wir einzelne Kennzahlen gewichten.

 

Weil es individuelle Unterschiede in der Gewichtung von Kriterien der Unternehmensbewertung geben kann, fließt die Gewichtung der Mandantinnen und Mandanten in die abschließende Bewertung ein, auf die sich unsere Empfehlungen beziehen. Die Rangfolge der individuellen Empfehlungen kann deshalb unterschiedlich sein, oder anders gesagt: Der Versicherungsmantel, der in einem Fall passt - entspricht in einem anderen Fall nicht dem persönlichen Bedarf.

 

Streit um die Reserven

Seit einigen Wochen liefern sich Parteien und Interessensverbände einen medial ausgefochtenen Streit um den Umgang mit Bewertungsreserven der Lebensversicherungen. Anlass war ein vergangenen Dezember im Bundestag verabschiedetes Gesetz mit dem die Beteiligung der Versicherten zurückgefahren werden sollte. Rekordgewinne der Gesellschaften einerseits, engagierte Verteidigung von Auszahlungsansprüchen der Versicherten andererseits scheinen zunächst auf einen klar definierbaren Interessenskonflikt hinzudeuten. Tatsächlich kann die Verteidigung des Status quo der Mehrheit der Versicherten jedoch mehr schaden als nutzen. Alle Seiten müssen sich im Interesse des Verbraucherschutzes bewegen.

Tatsächlich sind die Bewertungsreserven der Lebensversicherung gegenüber den in ihren Bilanzen ausgewiesenen „Einkaufskosten“ diverser Kapitalanlagen über Jahrzehnte angewachsen, ohne dass Versicherte angemessen daran beteiligt wurden. Deshalb mahnten Gerichte eine Änderung der Praxis an und das führte 2008 zu einer Gesetzesänderung, nach der die Versicherten mindestens zur Hälfte an den ihnen zurechenbaren Bewertungsreserven bei Ablauf des Versicherungsvertrages zu beteiligen sind. Die Qualität der Bewertungsreserven wurde dabei nicht weiter differenziert.

Die mit der Finanzkrise zusammenhängende aktuelle Niedrigzinsphase, die uns aller Wahrscheinlichkeit nach weitere Jahre begleiten wird kann nun allerdings zu einem großen Problem für Lebensversicherer werden. Der Grund liegt darin, dass in früheren Jahrzehnten hohe laufende Garantieverzinsungen in den Lebensversicherungsverträgen vereinbart wurden. Die gegebenen Langzeitgarantien sind über die Kapitalanlage derzeit nicht zu erwirtschaften. Nur durch entsprechende Reserven können die versprochenen Leistungen langfristig erfüllt und schwierige Jahre überbrückt werden.

Ein Großteil der Kapitalanlagen von Lebensversicherungen erfolgt zudem in festverzinsliche Schuldtitel. Die hochverzinslichen Wertpapiere früherer Jahre gewinnen an der Börse bei sinkendem Zinsumfeld deutlich  gegenüber dem Nominalwert. Der dadurch entstehende „Buchgewinn“ könnte allerdings nur durch Verkauf realisiert werden, was aber gar nicht im Interesse der Versicherten ist, weil die meisten viel mehr davon haben, wenn weiterhin kontinuierlich Erträge aus den alten Anlagen fließen. Neue festverzinsliche Geldanlagen bringen ja deutlich schlechtere Erträge.

Wird wegen des Anspruchs auf Beteiligung an den Reserven ein vorzeitiger Verkauf von Wertpapieren (mit hohen Ausschüttungen) nötig, so schadet dies allen Versicherten, die nicht gerade jetzt ihren Vertrag beenden. Die Verteidigung der Beteiligung an den Bewertungsreserven festverzinslicher Wertpapiere ist damit alles andere als Verbraucherschutz. Die Beteiligung der Versicherten sollte sich auf Bewertungsreserven beschränken, die sich aus anderen Anlagen entwickelt haben und auch hier ist zu berücksichtigen, dass Reserven benötigt werden, um größerer Krisen zu überbrücken, die nicht in jeder Versichertengeneration eintreten. Grundsätzlich ist ein starker Puffer an Rückstellungen und Bewertungsreserven ja auch ein Maß für die Solidität von Lebensversicherungsunternehmen.

Allerdings müssen sich auch die Versicherungsgesellschaften Kritik gefallen lassen. Versicherungsbedingungen und Kostenstrukturen sind nach wie vor oftmals intransparent und wenig kundenfreundlich. Berechtigte Interessen der Kunden mussten oft gegen erheblichen Widerstand der Gesellschaften in langwierigen Gerichtsverfahren durchgesetzt werden. Insofern haben die Versicherungen zu dem großen Misstrauen, das ihnen nun entgegenschlägt selbst beigetragen. Deshalb müssen alle Seiten sich hier bewegen.

Einstweilen können Verbraucherinnen und Verbraucher jedoch auch etwas für ihren Selbstschutz tun, indem sie sich informieren, welche Lebensversicherungsgesellschaften starke Reserven aufgebaut haben und die Versicherten gleichzeitig in einem hohen Maße an den Gewinnen beteiligen, die sowohl aus der Kapitalanlage als auch aus vorsichtiger Kosten- und Risikokalkulation herrühren können. Faire Beratungsfachkräfte beschränken sich nicht auf die Präsentation von tabellarischen Vergleichs-berechnungen, sondern klären auch über solche Aspekte auf und weisen darauf hin, in wiefern die Gesellschaften ökologische und soziale Aspekte der Geldanlage berücksichtigen.

 

newsletter 2.2013

 

newsletter 3.2013

 

newsletter 4.2013

 

Schnellschüsse bringen uns nicht weiter

 

ECOreporter hat Nachhaltigkeitssiegel für den Finanzsektor entwickelt – leider nicht besonders gründlich

 

Selbst für viele Fachleute überraschend hat Jörg Weber von der ECOreporter.de AG quasi im Alleingang Qualitätssiegel für nachhaltige Finanzprodukte, Banken und Anlageberatung der Öffentlichkeit vorgestellt. Leider hat der Träger eines anerkannten Informationsportals, das über ein verbundenes Unternehmen auch Fortbildungskurse für Anlageberater anbietet in vielen Punkten nicht sehr gründlich gearbeitet. Lediglich für den Bankenbereich lassen die strengen Prüfkriterien nicht viel zu wünschen übrig. Die Kriterien für Anlageprodukte müssen dringend auf den Prüfstand. Ein zentrales Kriterium für den Bereich Nachhaltige Anlageberatung muss sogar als schlichtweg willkürlich und diskriminierend bezeichnet werden.

 

Als am 27.08.2013 in Frankfurt drei Banken, ein Produktanbieter und eine bundesweit tätige Organisation für nachhaltige Anlageberatung in Frankfurt mit dem ECOreporter-Siegel geehrt wurden, war das für die Betroffenen sicherlich ein schönes Ereignis. Mit großem Interesse griffen Medien wie die Wirtschafts-woche und das Deutsche Anleger Fernsehen das Thema auf und auch vom grünen Bundestags-abgeordneten Gerhard Schick wurden die Siegel als großer Schritt vorwärts bezeichnet, weil sie angeblich zu mehr Transparenz und zur Förderung bewusster Anlageentscheidungen beitragen. Richtig ist, dass mit dem schnell wachsenden Angebot an nachhaltigen Anlagemöglichkeiten eine verlässliche Qualitätsprüfung immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Aus unserer Sicht bringen Siegel-Schnellschüsse das Anliegen eines nachhaltigen Wandels im Finanzsektor jedoch nicht weiter. Unter anderem beschäftigt sich auch das Forum Nachhaltige Geldanlagen seit vielen Monaten mit der Konzeption eines Siegels für nachhaltige Geldanlagen. Anstatt sich in diese offene Diskussion einzubringen und auch Verbraucherschutzverbände einzubinden hat sich ECOreporter ohne die erkennbare Expertise selbst als Ratinginstanz in Szene gesetzt.

 

Transparenz wo keine benötigt wird

 

Doch fangen wir bei den positiven Aspekten an: Im Bankensektor qualifizieren sich nur diejenigen, die nachweisen können, dass sie auch im Kerngeschäft strengen Nachhaltigkeitskriterien folgen und nicht nur einige „Feigenblattprodukte“ anbieten. Dabei wird auch in die Bücher geschaut, die Kreditvergabe ebenso wie Eigenhandel und Produktvertrieb unter die Lupe genommen. Das ist wichtig, denn Anleger wollen wissen, was mit dem Geld passiert, was sie der Bank anvertrauen. Allerdings: Die wenigen Banken, welche die Kriterien erfüllen sind in der Regel bereits über Kampagnen wie die „Krötenwanderung“ bekannt. Neue Anbieter sind nicht in Sicht. Das Siegel trägt kaum zu mehr Transparenz bei.

 

Anspruch und Wirklichkeit klaffen auseinander

 

Ganz anders sieht es im Bereich der Anlageprodukte aus. Allein bei den relativ streng regulierten offenen Investmentfondsprodukten gab es in den vergangenen Jahren Hunderte von Neuemissionen. Hinzu kommen Einzelanleihen, Genussrechte, Kommanditbeteiligungen usw. Hier tut Orientierung dringend Not. Die Kriterien der Siegelvergabe sehen vor, dass Anbieter selbst und auch deren Produkte über-wiegend nachhaltig ausgerichtet sein müssen. Dazu hat ECOreporter durchaus sinnvolle Mindestkriterien formuliert, wie sie unter anderem aus Bewertungen von Ökotest und Finanztest bekannt sind. Zusätzlich soll die Anwendung der Kriterien auch überprüft werden. Ein hoher Anspruch, den ECOreporter mangels erforderlicher Ratingkompetenz wohl nur sehr selektiv wird umsetzen können. Das dürfte auf Nischenprodukte hinauslaufen, die nur diejenigen ansprechen, die in der Regel ohnehin schon gut informiert sind. Transparenz in Bezug auf den Gesamtmarkt wird dadurch nicht gefördert und eine Ausweitung nachhaltiger Investments wohl eher auch nicht.

Anders als Bankeinlagen sind Fonds Sondervermögen mit eigenem Management und klar definierten Anlagekriterien. Der Ausschluss eines Fonds, der strengen Nachhaltigkeitskriterien folgt, nur weil das Emissionshaus nicht komplett alle Nachhaltigkeitskriterien erfüllt, ist aus unserer Sicht auch aus diesem Grund kontraproduktiv.

Andererseits werden von ECOreporter bei Kriterien wie Atomkraft und Rüstung relativ großzügige Toleranzschwellen akzeptiert. Ausschluss industrieller Tierhaltung, Raubbau, Verwicklung in Umweltkatastrophen oder Produktion von besonders umstrittenen bzw. schädlichen Chemikalien werden von Verbraucherseite ebenfalls häufig angesprochen - diese  Kriterien sucht man bei ECOreporter vergebens. Die angebliche Strenge der Produktauswahl wird also gar nicht konsistent verfolgt. Anteile an Firmen wie BP oder Ko-Produzenten von Streubomben oder anderen geächteten Waffensystemen lassen sich unter bestimmten Umständen auch unter dem Schutz des Siegels verkaufen - zumindest solange die Toleranzschwelle nicht erreicht wird.

Unterschiedlichen Selektionsstrategien von Fonds, die beispielsweise eher über positive Selektion von Nachhaltigkeitspionieren oder durch Unternehmensdialoge und Einmischung in Aktionärsversammlungen („Shareholder advocacy“) wirken wird gar keine Rechnung getragen. Größtes Problem stellt allerdings dar, dass viel zu viele unterschiedliche Finanzprodukte über einen Bewertungskamm geschoren werden, von Aktien und Darlehen über Einlageprodukte bis zu Genossenschaftsanteilen und offenen Fonds soll alles siegelfähig sein. Hier wird deutlich, dass es nicht vorrangig um Orientierung in einem unübersichtlichen Markt, sondern eher um Produktmarketing für handverlesene Anbieter geht, denn diese Bandbreite kann Ecoreporter mit seinen Kapazitäten gar nicht systematisch abdecken.

 

Beim Thema Anlageberatung herrscht Willkür

 

Noch haarsträubender ist allerdings ein Kriterium für das Qualitätssiegel im Bereich Anlageberatung, dabei wäre eine Orientierungshilfe hier sicherlich ebenfalls hilfreich, denn viele Anlegerinnen und Anleger wollen mit ihrem Geld ohne den Umweg über eine Bank nachhaltig umgehen und/oder finden in ihrer Nähe keine qualifizierte persönliche  Beratung durch eine „grüne Bank“.  

Das Siegel setzt nun voraus, dass nur solche Organisationen ein Siegel bekommen können, für die mindestens 8 Beratungskräfte arbeiten. Das ist nicht nur pure Willkür sondern diskriminiert systematisch Hunderte freier Beratungskräfte, die es gewohnt sind in Netzwerken zu arbeiten, anstatt für Banken, Strukturvertriebe oder als Vertreter ähnlicher Unternehmen mit eigenen Vertriebsinteressen. Es hat auch ganz und gar nichts mit Kompetenz in Sachen nachhaltige Anlageberatung zu tun. Viele dieser Berater/innen, die beispielsweise im Netzwerk Ökofinanz 21 zusammengeschlossen sind oder im Forum Nachhaltige Geldanlagen mitwirken arbeiten schon jahrelang im nachhaltigen Anlagesektor und haben systematisch zur qualitativen Weiterentwicklung der Produkttransparenz beigetragen.

 

Fazit

 

Weitere Fortschritte sind wohl kaum über unausgegorene Siegel, sondern eher dadurch zu erwarten, dass die beispielsweise vom Rat für Nachhaltige Entwicklung geforderte Nachhaltigkeitsberichterstattung zumindest für börsennotierte Unternehmen verpflichtend wird. Innerhalb der der EU widersetzt sich alleine Deutschland bislang dieser Forderung. Durch das ECOreporter-Siegelunwesen ist dagegen weder der nachhaltigen Entwicklung im Finanzsektor noch dem Verbraucherschutz gedient.

 

newsletter 5.2013

 

Impact Investment: Agroecological begleitet Landwirtschaftsbetriebe in Neuseeland bei der Umstellung auf Öko-Standard

 

Das neuseeländische Unternehmen Agroecological fokussiert auf die Umstellung von neuseeländischen Farmbetrieben auf Biolandwirtschaft, insbesondere im Bereich Milchviehhaltung. Die Initiatoren verfügen über langjährige Erfahrungen in der Bewertung von Landwirtschaftsbetrieben, Begleitung im Zertifizierungsprozess sowie im Investment Management.

 

Neuseeland als Investitionsstandort verfügt über ein hervorragendes Investment Grade Rating. Die Landwirtschaft profitiert von exzellenten geoökologischen Bedingungen und klimatischen Standortvorteilen, die eine ganzjährige Weidehaltung bei außergewöhnlicher Produktivität und geringem konventionellen Energieeinsatz ermöglichen.

 

Anders als in der EU kommt die neuseeländische Agrarproduktion ohne staatliche Subventionen aus. Die Vertriebsgenossenschaft Fonterra garantiert jedoch über mehrere Jahre Sonderprämien für Milch aus Biobetrieben. Der ökologische Sektor hat sich in den vergangenen Jahren unabhängig von der Finanzkrise mit 8-12% Wachstum entwickelt. Insbesondere China stellt einen dynamischen Exportmarkt für ökologische Lebensmittel dar.

 

Bei der Investition in die Konversion von konventionellen Betrieben handelt es sich um Impact Investment in Reinform, da das Thema Nachhaltigkeit nicht nur indirekt durch die Formulierung von Anlagekriterien angesprochen wird sondern die Geldanlage unmittelbar zur nachhaltigen Verbesserung der Primärproduktion beiträgt. Eine Geldanlage im Landwirtschaftlichen Bereich ist darüber hinaus deshalb interessant, weil der Bereich nur unwesentlich mit anderen Anlageklassen korreliert.

 

Agroecological arbeitet zur Zeit vorwiegend mit institutionellen Investoren und professionellen Anlegern zusammen, was relativ hohe Mindesteinlagen von 500.000 NZD (ca. 300 T €) für Direktinvestments bzw. 5 Mio NZD im Rahmen eines breit gestreuten Investmentportfolios bedingt. Für die aktuelle Übernahme einer Milchfarm mit 280 ha Fläche auf der Nordinsel Neuseelands sind noch drei Tranchen bis 4. Oktober verfügbar. Die Anlagerendite (IRR) wird mit 12% angegeben. Wir bemühen uns, über die Kooperation mit Versicherungen und Kapitalanlagegesellschaften mittelfristig Anlagemöglichkeiten für Privatanleger zu entwickeln.

 

newsletter 6.2013

 

newsletter 1.2014

 

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